Werkschau – 5 Jahre Studiengang Raumstrategien

Werkschau – 5 Jahre Studiengang Raumstrategien

Wunderwoche in der Concordia

mit Ausstellung, Workshops, Performances, Pecha Kucha

Eröffnung: 15.04. 19:00 Uhr

Ausstellung: 16.04. bis 18.04.2013, 12 – 17 Uhr

Finissage, Pecha Kucha, Performance, Party:  18.04. 20:00 Uhr

Ort: Kunsthochschule Weißensee, Bühringsstr. 20, 13086 Berlin

 

Eine Ausstellung des Masterstudiengangs Raumstrategien

Nach 5- jährigem Bestehen des Masterstudienganges wird es erstmalig eine jahrgangsübergreifende Werkschau mit Installationen, Videoarbeiten, Zeichnungen und Performances aus den Jahren 2007 – 2013 geben. Die Werke reichen von der Auseinandersetzung mit theoretischen Raumverständnissen und verschiedenen Forschungsansätzen im öffentlichen Raum bis hin zu künstlerischen Arbeiten mit ortsspezifischen Ansätzen, performativen oder partizipativen Handlungen. Die Ausstellung wird von der Wunderwoche vom 15. – 18.04.2013 mit interessanten Workshops, Vorträgen begleitet.

Mit Arbeiten von

Adi Liraz, Aline Graupner, Annette Barz, Dieuwke Boersma, Elena Lee, Erkin Gören, Evanthia Giannakopoulou, Felix Stumpf, Ivar Veermae, Jean Paul Olivier, Janin Walter, Julia Masagão, Katja Voigt, Karin Steger, Kristina Sporr, Krzysztof Debicki, Leigh Nahyun, Lena Grüber, Mari Poller, Nathalie Fari, Pailin Tansawat, Sophia Peters, Patricia Breves, Roberto Uribe Castro, Robin Resch, Sonja Hornung, Steef Van Lent, Tamara Rettenmund, Türe Zeybek, Xioapeng Zhou, Yiannis Pappas

Programm (klick  den Link oder sieh den Flyer weiter unten)

Workshop 1: Body Mapping

Workshop 2: Urban Poetry

Workshop 3: Taste the Waste

Pecha Kucha

 

Werkschau Workshop 1: Body Mapping

Workshop 1
15.-17.04.2013 10:30-16 Uhr

Kosten
100,-Euro, 10% Studentenrabatt
frei für Studenten der KHB

Anmeldung bis 10.4. unter
nathalie@mpa-b.org oder
raumstrategie@googlemail.com

Workshop „Body Mapping“
Nathalie Fari/ atelier obra viva

„In Body Mapping eignet sich der Körper einen Raum an und beginnt darin Geschichten zu erzählen.“ N.F.
Ausgangspunkt dieses Workshops ist das Konzept von „Body Mapping“, wo der eigene Körper als künstlerisches Mittel dient, um ortsbezogene Handlungen und Dramaturgien zu kreieren. Der Unterricht beginnt mit einer Körperarbeit, die das Bewusstsein und die Befindlichkeit des Körpers entdecken und erspüren lässt. Zusätzlich werden Improvisationsübungen angeleitet und erprobt, um einzelne, sowie gemeinsame Themen zu beleuchten. Das Ziel ist, das Spannungsverhältnis zwischen Körper und Raum zu untersuchen und dabei unsere Rolle und besondere Haltung als Performer (oder soziales Wesen) zu überprüfen. Was passiert wenn wir unsere Rolle ablegen, um die Perspektive des Anderen (z.B. Zuschauers) einzunehmen? Und welche Dramaturgien können dadurch entstehen, um speziell andere Formen der Interaktion zu ermöglichen? In diesem Workshop wollen wir diesen Fragen in der Erarbeitung einer kollektiven Performance nachgehen, die an der Finnisage von der Werkschau des Studiengangs „Raumstrategien“ in der Weißensee Kunsthochschule Berlin aufgeführt wird.

Nathalie Fari (Brasilien/D), Performance-Künstlerin, Kunstpädagogin und Yogalehrerin. Seit 16 Jahren erkundet Nathalie verschiedene Methoden und Formen der Performance- und Körperarbeit. Sie entwickelt und produziert unter dem Namen „atelier obra viva“ eigene und kollaborative Projekte an der Schnittstelle von bildender und darstellender Kunst. An der Kunsthochschule Berlin Weißensee hat sie einen Master of Arts in dem Studiengang „Raumstrategien“ erworben und ist Mitorganisatorin des Monats der Performance-Kunst in Berlin. Ihre Workshops veranstaltet sie in Brasilien und Deutschland. http://www.nathaliefari.com
——–
Zielgruppe:
Der Workshop richtet sich an StudentInnen der Kunsthochschule Berlin Weißensee und professionelle Künstler aus verschiedenen Bereichen, die besonders mit dem Körper und Ausdruck arbeiten wollen oder Interesse an Performance und ortsbezogene Kunst haben.
Begrenzte TeilnehmerInnenzahl.

Werkschau Workshop 3: Taste the waste

Workshop 3
16.04.2013 20 – ca. 22 Uhr
17.04.2013 12 – ca. 14 Uhr

Kosten
frei

Anmeldung bis 10.4. unter
raumstrategie@googlemail.com

Workshop „Taste the Waste“
Benjamin Schmitt

Lebensmittelabfälle des deutschen Handels belaufen sich jährlich auf 310.000 t (Schätzungen des EHI Retail).
Warum wird so viel weg geschmissen? Immer mehr Menschen stört es, dass auf der Welt genießbare Lebensmittel auf dem Müll landen. Beim sogenannten Containern oder auch dumpster diving werden vornehmlich nachts aus den Mülltonnen der Supermärkte die entsorgten Waren geholt. „Die Beute“ besteht aus teilweise leicht beschädigten Produkten, die das Mindesthaltbarkeitsdatum bald überschreiten werden oder gerade überschritten haben. Die meisten der so genannten „Mülltaucher“ containern das nicht, weil sie sich keine Lebensmittel leisten könnten. Mit ihrem Vorgehen wollen sie die Überfluss- und Wegwerfgesellschaft boykottieren.
Mit einem kurzen Vortrag und Einführung über das Mülltauchen, werden die Strategien des Containers vorgestellt. Anschließend gehen wir zusammen auf die Jagd nach weggeworfenen Delikatessen der naheliegenden Supermärkte! Am darauf folgenden Mittag werden wir gemeinsam ein Menü zubereiten und speisen in den Räumen der Kunsthochschule.
Bitte kommt mit dem Fahrrad, dass wir die Supermärkte der Umgebung schneller erreichen können.
Zu empfehlen sind des weiteren Plastikhandschuhe und Stirnlampe!

Benjamin Schmitt (D) studiert an der Freien Universität Nordamerikanistik. Seit September 2012 taucht er regelmäßig nach Lebensmitteln aus Abfallcontainern Berliner Supermärkte. Er angelt so viel, dass seine Familie und ein Großteil seiner Hausgemeinschaft davon satt werden! http://foodsharing.de

Zielgruppe:
Der Workshop richtet sich an StudentInnen der Kunsthochschule Berlin Weißensee und an alle Hungrigen, die essbare Lebensmittel retten wollen.
Begrenzte TeilnehmerInnenzahl.

Werkschau: Workshop 2: Urban Poetry

Workshop 2
15.04.2013 10.30 – 16.30 Uhr
16.04.2013 10.30 – 16.30 Uhr
18.04.2013 Ausstellung der entstandenen Arbeiten

Kosten
frei

Anmeldung bis 10.4. unter
raumstrategie@googlemail.com

Workshop „Urban Poetry“
Kika Yang

Subtile Subversionen können genussvolle Lächeln erzeugen, Stimmungen kreieren, Reflexionen ermutigen und so unsere üblichen Wege im Alltag inspirieren. Ausgehend von Referenzen, Diskussionen und einer agilen Praxis, soll die Wahrnehmung angeregt werden, speziell bei der Erkundung von der nordöstlichen Berliner Umgebung.

Die drei aus der Megastadt São Paulo stammenden Architektinnen Juliana Gotilla, Kika Yang und Livia Maria Paes, bringen in diesem Workshop ihre unterschiedlichen Erfahrungen in den Bereichen Bühnenbild, Kunst im Öffentlichen Raum, sowie Kulturmanagement zusammen, um einen amüsanten und kollektiven Arbeitsprozess zu initiieren.

Dafür verwenden sie Werke von Künstlern wie Candy Chang (USA), Poro (Brasilien) und Collective Etc (Frankreich) als Ausgangspunkt, um mikroräumliche Interventionen im Stadtraum zu realisieren. Ziel ist, die Dokumentation des gesamten Schöpfungs- und Ausführungsprozesses für die Gestaltung eines Videos zu nutzen, das an der Finissage der Werkschau ausgestellt werden soll.

KIKA YANG (Brasilien)
Über 10 Jahre lang arbeitete Kika Yang als Architektin in verschiedenen Studios in Sao Paulo. In Zusammenarbeit mit renommierten Art Direktoren aus Rio de Janeiro, konzipierte sie die Szenografien von Tanz-, Musik-, Kino- und Karneval Produktionen. Seit letztem Jahr studiert sie den Masterstudiengang Raumstrategien in KHB.

LÍVIA MARIA PAES LETTNER (Brasilien)
Lívia diplomierte 2007 in Architektur und Städtebau an der Universität Mackenzie [Sao Paulo, BR]. Seit 2001 beschäftigt sie sich mit der Verwaltung und der Produktion von kulturellen Projekten. Für die Architektin ist Kultur ein Medium des Dialogs zwischen der Stadt und den Menschen. Derzeit wohnt sie in Linz, Österreich.

JULIANA GOTILLA (Brasilien)
Studierte Architektur und Städtebau an der Universidade de Sao Paulo. Sie absolvierte den multidisziplinären Master “Öffentlichen Raum: Architektur, Design, Praktiken” in Frankreich [UJM + + ESADSE ENASE]. Sie ist Mitgründerin von Rapadura, ansässig in Sao Paulo, Brasilien und Saint-Étienne, Frankreich.

Zielgruppe:
Der Workshop richtet sich an Leute, die sich Lust haben, den öffentlichen Raum zu blockieren, kommentieren oder darin zu intervenieren.
Begrenzte TeilnehmerInnenzahl.

Werkstätten

 

Die elf Werkstätten der Kunsthochschule Berlin-Weißensee sind von den einzelnen Fachgebieten und Professoren unabhängige, eigenständige Einrichtungen. Hier können im Prinzip alle Lehrkräfte und Studenten arbeiten. Die Künstler und Designer der Kunsthochschule sollen in den Werkstätten künstlerische und gestalterische Entwürfe am Modell oder Objekt erproben. Die Werkstätten ermöglichen einen Einstieg in handwerkliche Grundkenntnisse und haben dafür die materielle Ausstattung für der wichtigsten Techniken. Es werden regelmäßig Kurse, vor allem in der vorlesungsfreien Zeit veranstaltet.

Zu den Werkstätten